In der 1. Regionalliga Südost konnte Jahn München erfolgreich in die Zwischenrunde starten und sich gegen den amtierenden Meister und Topfavoriten Breitengüßbach durchsetzen. In einem überaus physischen Spiel gewannen die Landeshauptstädter drei Viertel und überzeugten mit einer starken defensiven Leistung gegen den Zweitplatzierten der Nordstaffel und Ex-ProB-Ligisten.
In der Zwischenrunde 1 werden die vier oberen Plätze der anschließenden Playoffs ausgespielt, welche am Samstag, dem 28.02.2026, beginnen. Im zweiten Spiel der beiden Tabellenersten konnte sich Ansbach gegen Weimar mit 103:87 durchsetzen und dem ambitionierten Powerhouse von der Ilm die erste Saisonniederlage beibringen.
Da im Jahn Gastfreundschaft seit jeher großgeschrieben wird, durften die omnipotenten Oberfranken zunächst gut starten, während der Korb der Gäste zunächst wie vernagelt schien. Auch prallten zwei ambitionierte Verteidigungsbollwerke aufeinander, wobei Breitengüßbach immer wieder tolle Lösungen fand und sich die erste Führung sichern konnte.
Das zweite Viertel gestaltete sich dann ausgeglichen, da die Jahnler wie auch im vorherigen Testspiel gegen die Hessing Kangaroos Leitershofen/Stadtbergen die Physis gut annahmen, ihre Entscheidungen in der Folge schnell trafen und wichtige Würfe verwandelten. Mit einem knappen Rückstand nach zwei schnellen und aus Münchner Sicht unnötigen Dreiern ging es in die Halbzeit.
In der Kabine herrschte gewohnt reger Austausch und die gemeinsamen Analysen führten zu einem tollen Start in den dritten Spielabschnitt. Sowohl Starter als auch die zuverlässige tiefe Bank der Jahnler konnten die Verteidigung der Gäste ein ums andere Mal schwindlig spielen und sich mit 22:8 ein erstes Polster aufbauen.
Die letzten zehn Minuten waren erneut geprägt von bissigen Duellen mit erfahrenen Gästen, die sich nochmals aufbäumten. Die zwischenzeitliche 16-Punkte-Führung der Jungs von der Zwuck war jedoch uneinholbar und mit neuem Selbstbewusstsein im Rücken wurden die letzten Minuten routiniert zu Ende gespielt.
Nach diesem Achtungserfolg geht es für die Jahnler am kommenden Samstag, dem 07.02.2026, um 20:00 Uhr erneut zu Hause gegen Ligaprimus Weimar. Das Testspiel im Sommer gewannen die treffsicheren Thüringer deutlich, allerdings waren zu diesem Zeitpunkt beide Mannschaften noch nicht komplett. Die geneigten Freunde des orangenen Leders dürfen sich also auf ein hochklassiges Duell freuen. Parallel findet die Neuauflage des letztjährigen Finales zwischen Ansbach und Breitengüßbach statt, welches von München aus genau beobachtet werden wird. Aus Sicht von Jahn München gilt es weiterhin Boden gut zu machen und die Ausgangposition für die Playoffs weiter zu verbessern.
Hagen Schmidt (Trainer Jahn München): „Heute haben wir den dringend notwendigen nächsten Schritt gemacht und gegen einen exzellenten Gegner und erfahrenen Coaching Staff bestanden. Wir möchten uns den Traum vom Aufstieg in die ProB erfüllen, dafür müssen wir aber weiter hart arbeiten. Dieser Sieg freut uns freilich, kann aber nur ein erstes Signal sein. Wir Coaches sind sehr stolz darauf, wie sich unsere Mannschaft heute präsentiert hat. Mit Weimar haben wir nun zweimal in Folge einen sehr tief besetzten, sehr intensiven Gegner vor der Brust und auch das Rückspiel in Franken wird kein Zuckerschlecken. Aber sowohl unsere Routiniers als auch jungen Talente, u.a. George Kurtenbach als jüngster Spieler der Liga, haben heute einen tollen Job gemacht und werden sich erneut beweisen wollen.“
George Kurtenbach (Spieler Jahn München): „Heute waren wir sehr fokussiert und vor allem defensiv wirklich diszipliniert. Mit zunehmender Spieldauer haben wir auch offensiv immer mehr Zugriff gefunden, auch wenn die Quoten das gar nicht so widerspiegeln. Viele gute Würfe sind heute noch nicht reingefallen. Persönlich freue ich mich auf das kommende Duell, mit Hagens Ex-Club haben wir aus dem Sommer noch eine Rechnung offen. Ein großes Dankeschön geht heute an unsere Fans, die uns vor allem in der zweiten Hälfte richtig nach vorn gepeitscht haben. Und auch die Stimmung auf der Bank war überragend, so kann es weitergehen.“
Fotos: Holger Grußendorf (c)