Historie

Die Turnerschaft Jahn München – beziehungsweise ihr Vorläuferverein TSV Jahn – zählt zu den traditionsreichsten Basketballvereinen Deutschlands. Was 1937 mit einer kleinen Sparte begann, entwickelte sich über frühe deutsche Meisterschaften und spätere Umbrüche hin zu einer der renommiertesten Basketballabteilungen Bayerns mit einem klaren Schwerpunkt auf der eigenen Jugendarbeit.

Die Anfänge und die ersten Titel (1937–1953)

1937 gründete der Vorkriegsnationalspieler Arno Sollmann die Basketballabteilung im damaligen TSV Jahn. Bereits 1938 sicherten sich die Herren die Münchner Meisterschaft und erreichten 1939 als Bayerischer Gaumeister den vierten Platz bei der ersten Deutschen Meisterschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte vor allem die Damenmannschaft den nationalen Basketball: In den Jahren 1947, 1948, 1950 und 1951 feierten die Jahn-Damen vier Deutsche Meisterschaften. 1953 zog der Nachwuchs nach und gewann mit der männlichen U20 ebenfalls den deutschen Titel.

Ligenwechsel und der Neubeginn um die Jahrtausendwende (1954–2000)

In den folgenden Dekaden zog sich der Verein schrittweise aus der nationalen Spitze zurück. Ein erneutes Hoch erlebten die Damen 1980 mit dem Aufstieg in die zweigleisige 1. Bundesliga und dem Erreichen des DM-Halbfinales. Die Herren traten in den 1980er-Jahren in der Regionalliga an. Nach der verpassten Qualifikation für die einteilige Bundesliga 1982 löste sich die Damenmannschaft nach mehreren Abstiegen 1989 schließlich auf, gefolgt vom Herrenbereich. Um die Jahrtausendwende beschränkte sich der Spielbetrieb auf ein Seniorenteam sowie wenige Nachwuchsmannschaften.

Ausbau der Jugendarbeit als Vereinsbasis (2000–2018)

Ab den 2000er-Jahren leitete die Abteilung mit einer intensivierten Jugendarbeit die Wende ein. Vorreiter war der weibliche Bereich: Die U18-Mädchen traten seit der Gründung der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) im Jahr 2010 durchgehend in der höchsten Spielklasse an. 2011/12 kehrten die 1. Damen durch eine Lizenzübernahme vom SV Germering in die 2. Bundesliga zurück.

Der männliche Nachwuchs folgte 2014 mit dem Aufstieg in die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL). Im selben Jahr stieg die Turnerschaft zur mitgliedsstärksten Basketballabteilung Bayerns auf. Zur gezielten Nachwuchsförderung im jüngeren Mädchenbereich wurde 2016 der „Förderverein Jahn München“ gegründet, ehe 2018 auch die männliche U19 den Sprung in die NBBL schaffte.

Konsolidierung, neue Jahnhalle und aktuelle Entwicklungen (ab 2019)

Die Herrenmannschaft erarbeitete sich ab 2015 mit mehreren Aufstiegen in Folge den Weg bis in die 1. Regionalliga. Ein wichtiger Schritt für die Infrastruktur des Vereins war der Einzug in die neue Jahnhalle in der Saison 2022/23.

Zwar musste die 1. Damenmannschaft nach dieser Spielzeit vorübergehend vom Spielbetrieb abgemeldet werden, kehrte jedoch nach einer Phase der Neuausrichtung mit einem jungen Kader zurück und stieg 2025/26 ungeschlagen wieder in die 2. Bundesliga auf. Neben Erfolgen der Herren-2, die 2025 als einziges Team in der Geschichte als BOL-Team den Bayernpokal gewannen und bis in die 2. Regionalliga aufstiegen, bestätigt der Nachwuchs – unter anderem mit einer Deutschen Vizemeisterschaft der U14w und dem U16-DBB-Pokalsieg der Jungs – den langfristigen Ausbildungsansatz des Vereins.

Deutscher Meister Damen 1947
3. Deutscher Meister U16 weiblich 2006
3. Deutscher Meister U18 weiblich 2008
3. Deutscher Meister U19 weiblich 2009
Bayerischer Meister U12 männlich 2014
Bayerischer Meister U10 männlich 2013
Bayerischer Meister U14 männlich 2014
Deutscher Vizemeister U15 weiblich 2015
3. Deutscher Meister WNBL 2016
Deutscher Vizemeister WNBL 2017
Bayerischer Meister U12 männlich 2017
Deutscher Meister u16 weiblich 2018
Deutscher Meister WNBL 2018
JBBL unter den Top8 in Deutschland 2018
Vize-DBB-Pokal-Sieger U18 männlich 2018
3. Deutscher Meister WNBL 2019
Deutscher Vizemeister U14 männlich 2019
Bayerischer Meister U18 männlich 2019
Bayerischer Meister Herren 2022
Bayerischer Meister U12 männlich 2022
3. beim JBBL-Pokal (Jahrgang 2007) U15 männlich 2022
Bayerischer Meister U18 männlich 2022
3. Deutscher Meister U16 weiblich 2022
3. Deutscher Meister U14 weiblich 2023
Bayerischer Meister U12mix 2024
5. Deutscher Meister U16 weiblich 2024
Top8 Deutschlands U14 männlich 2024
Bayernpokalsieger Damen 2024
Deutscher Vize-Meister U14 weiblich 2025
Bayernpokal Sieger Herren-2 2025
Deutscher Pokalsieger U16 männlich 2025

Hall of Fame

Weiblicher Bereich*

Männlicher Bereich*

2020er-Jahre
2026 WNBL (U18): 3. Deutscher Meister
2026 U16: 3. Deutscher Meister
2026 U14: 6. Deutscher Meister
2025 U14: Deutscher Vize-Meister
2024 U16: 5. Deutscher Meister
2024 Damen: Bayernpokal Sieger
2022 U16: 3. Deutscher Meister
2025 U16: Deutscher Pokalsieger
2025 Herren-2: Bayernpokal Sieger
2024 U14: Top8 Deutschlands
2022 U15: 3. beim JBBL-Pokal (Jahrgang 2007)
2010er-Jahre
2019 WNBL (U18): 3. Deutscher Meister
2018 U16: Deutscher Meister
2018 WNBL (U18): Deutscher Meister
2017 WNBL (U17): Deutscher Vizemeister
2016 WNBL (U17): 3. Deutscher Meister
2015 U15: Deutscher Vizemeister
2019 U14: Deutscher Vizemeister
2018 JBBL (U16): Top8 in Deutschland
2018 U18: Vize-DBB-Pokalsieger
2016 U14: Top8 in Deutschland
2014 U14: Top8 in Deutschland
 
2000er-Jahre
2009 U19: 3. Deutscher Meister
2008 U18: 3. Deutscher Meister
2006 U16: 3. Deutscher Meister

 

1950er-Jahre
1951 Damen: Deutscher Meister
1950 Damen: Deutscher Meister
1953 U20: Deutscher Meister
 
1940er-Jahre
1948 Damen: Deutscher Meister
1947 Damen: Deutscher Meister
 

 

* berücksichtigt sind alle Teilnahmen unter den Top8 Deutschlands und ersten drei Plätze der Landes- und Bundespokalwettbewerbe.

Dazu gesellen sich zahlreiche weitere RLSO Meisterschaften, Bayerische Meisterschaften der Jugend und Bayerische Meisterschaften der Senioren.